Teil eines Werkes 
Vierter Band (1825)
Entstehung
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15 Willen mit Wunden bedeckt, bemaͤchtigt hatten. Sie trugen ihn auf einer aus Flinten gebildeten Trag⸗ bahre, und hatten aus Ehrerbietung gegen ſeinen Rang oder vielmehr vor ſeiner Tapferkeit ihr Haupt entbloͤßt. Ich hoͤrte ſeine jugendliche Geſtalt, ſein edles Anſehn, ſeine herrliche Gegenwehr ruͤhmen. Bertrand, der ſich auf einen ſolchen Fang etwas zu Gute that, ſchritt an der Spitze des Zuges einher, und trug den Degen des Ueberwundenen. Der Kai⸗ ſer ernannte den braven Serſchanten zum Offizier, und befahl ihm, dem Gefangenen ſeinen Degen zu⸗ ruͤckzugeben: es war Don Alonſo. Der Monarch fuhr, als er ihn empfieng, mit der Hand nach der Stirn, ein Zeichen der Achtung, womit er ſonſt eben nicht ſehr freigebig war. Die ihn umgebenden Offiziere begruͤßten ebenfalls den feindlichen General. Eine Art von Ehrerbietung praͤgte ſich auf allen Ge⸗ ſichtern aus, und ich druͤckte mir daher den Hut ins Geſicht, um nicht laͤnger den Kontraſt zu ſehen, den dieſe Ehrenbezeigungen, die man den Oberhaͤuptern des Volksaufſtandes erwies, mit der geringſchaͤtzigen S bildete, die ich nur zu oft zu erfahren atte.

Der Kaiſer war in der Unterredung, die er dem Generalkapitain bewilligt hatte, ſehr heftig geweſen. Dieſer große Meiſter in der Kunſt, die Menſchen rich⸗ tig zu beurtheilen, hatte die ganze Macht ſeines Zor⸗ nes gegen ihn verſucht. Ganz entgegengeſetzte Mit⸗ tel wendete er jezt an, um auf Alonſo's Gemuͤth Eindruck zu machen; er ſtellte ihm naͤmlich mit vieler