Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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Marmor ſchienen blos darum auf ihrem Standorte geblieben zu ſein, um im Namen ihrer abweſenden Nachkommen gegen die gewaltſame Einnahme des Vaterlandes zu proteſtiren.

Die Armee war eben ſo ſchweigend wie die Mau⸗ ern, durch die ſie einzog; dieſe Armee, die ſonſt im⸗ mer ſo ſorglos war, die in dem Ruhme blos eine Art von Gerechtigkeit und in dem Ausſpruch ihres Feldherrn immer eine Art von Schickſalsſpruch er⸗ blickte, war jezt ſo unruhig, aͤngſtlich und gewiſſen⸗ haft, daß ſie uͤber den Bannfluch erſtaunte, den die entflohene Bevoͤlkerung uͤber ſie ausgeſprochen.

Man war allmaͤhlig bis an die Bruͤcke gelangt; hier endlich zeigte ſich eine Menſchengeſtalt. Eine Frau kam aus der Vorſtadt Bega den Siegern ſin⸗ gend entgegen. Alle athmeten wieder voll Freuden auf, daß ſie zum erſtenmal wieder ein befreundetes Weſen auf ſich zu kommen ſahen,es war eine Wahnſinnige.

Die Bluͤthe der Jugend zeigte ſich noch auf ih⸗ ren blaßgelben Wangen, ihre zerſtreuten Haare roll⸗ ten in langen Locken an ihrem Ruͤcken hinab, ihre Augen waren von Thraͤnen angeſchwollen, ihre Ge⸗ ſichtszuͤge von der Verzweiflung entſtellt; ich erkannte in ihr die Catalina wieder. Die ungluͤckliche kam mit Drohungen und Verwuͤnſchungen im Munde auf mich los, ſei es nun, daß ſie ungeachtet ihrer Gei⸗ ſtesverwirrung ſich noch an meine Geſichtszuͤge erin⸗ nerte, oder ſei es, daß ſie bei der Zerruͤttung ihrer Gedanken in jedem den Henker ihrer Lieben zu erbli⸗