Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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Haupte laͤge. Einige Tage drauf erfuhr ich⸗ dieſer Greis mein Vater geweſen ſei.

Endlich langte ich in den Mauern von Burgos an. Die franzoͤſiſche Armee zog unter kriegeriſcher Muſik in dieſelben ein. Die Nationallieder der ver⸗ ſchiedenen Voͤlker, die unter dieſelben Fahnen verei⸗

nigt daherzogen, ertoͤnten an den bluͤhenden Ufern

des Arlanzon, auf dem praͤchtigen Kai, auf den oͤffentlichen Plaͤtzen, am Fuße des dürren Ber⸗ ges, auf deſſen Gipfel das alte Schloß ſchwebt. Die franzoͤſiſchen Adler glänzten vor den Kir⸗ chen, vor den Paläſten, vor den Triumpfboͤgen, uͤber denen ſo lange Zeit der deutſche Adler geſchwebt hatte, deſſen Wappen ſie noch trugen; doch verge⸗ bens blickten die Soldaten zu den eiſernen Fenſter⸗ gittern der Haͤuſer empor, da ſah man weder Frauen noch Kinder ſtehen, die ſonſt wohl im uͤbrigen Europa bei dem Einzuge der Helden von Arcola und Jena herbeizuſtromen pflegten. Da ließ ſich kein Laut vernehmen, außer etwa der einſame Glocken⸗ ſchlag der Thurmuhr, der in den Klang der Trompe⸗ ten eingeſtimmt haͤtte; kein lebendes Weſen ließ ſich auf den langen Straßen ſehen; ganz Burgos war oͤde, aber es war jene ehrfurchterweckende Einoͤde, wie ſie auf dem Forum jener todten Stadt herrſcht, die ſeit zweitauſend Jahren unter der Aſche des Ve⸗ ſuos begraben ſchlummert. Der Siegeseinzug der Fremden hatte niemanden weiter zu Augenzeugen als die Standbilder des Grafen Gonzalez, des Cid, und der erſten Richter Kaſtiliens. Dieſe Helden von