Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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Die Sonne war ſo eben zu unſerer Linken an dem beinahe ganz wolkenloſen Himmel aufgegangen, und die leichten Dunſtflocken, die uͤber das weite Blau hin verſtreut waren, ſchienen blos dazu zu die⸗ nen, um durch ihren hellen Widerſchein der aufge⸗ henden Koͤnigin des Firmaments mehr Glanz und Pracht zu verleihen. Indem man ſie ſo majeſtaͤtiſch in ihrer goldrothen Strahlenkrone uͤber den Horizont heraufſteigen ſah, haͤtte man denken ſollen, ſie kaͤme als ein Schiedsrichter einher, um dieſen großen Voͤl⸗ kerzwieſpalt zu ſchlichten, und doch kam ſie in ihrer friedlichen Schoͤnheit, blos um ein blutiges Mordge⸗ metzel zu beſcheinen.

In das enge Thal, welches die beiden Heere trennte, ſtiegen Plaͤnkler hinab und begannen das Treffen. Die Soldaten fanden an dieſer moͤrderi⸗ ſchen Art des Kampfes Vergnuͤgen, und in der ge⸗ wiſſen Ueberzeugung von dem endlichen Ausgange, ſcherzten ſie uͤber den eilfertigen Ruͤckzug ihrer Ka⸗ meraden, als die ſpaniſchen Jaͤger, welche gewand⸗ ter und flinker waren, einen Augenblick gegen die franzoͤſiſchen Jaͤger im Vortheil waren.

Ich konnte alle die verſchiedenen Heeresabthei⸗ lungen, die vor uns auf den Hoͤhen aufgeſtellt waren, genau unterſcheiden. Alonſo's Heerhaufe entfaltete ſich gleich in der vorderſten Linie. Der General ſprengte an den Reihen auf und nieder, neben ihm auf einem ſtolzen Schimmel eine Frauengeſtalt mit ro⸗ them Federbuſch, und uͤberall, wo ſie vorbei kamen, erſcholl der Ruf: es lebe der vielgeliebte Don Ferdi⸗