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waͤren. Da ſtreckte ein Flintenſchuß ihn entſeelt nieder. Ich ſah mich um, welche Hand ihm wohl den Tod gegeben haben koͤnne; doch nirgends war ein Felſen, hinter dem ſich jemand haͤtte verſtecken Foͤnnen, und die Ebene war einſam, blos ein Acker⸗ mann fuͤhrte in ziemlicher Entfernung von der trau⸗ rigen Scene ſeine Rinder friedlich hinter dem Pflu⸗ ge her.
Ich gieng weiter. Da zeigte ſich ein zweiter Lanzenreiter auf der Spitze der Anhoͤhe. Der An⸗ blick ſeines Kameraden, der auf dem Boden hin⸗ geſtreckt lag, befremdete ihn. Auf einmal raffte der Ackermann, neben welchem mich mein Weg ſo eben hinfuͤhrte, eine Flinte von der Erde auf, zielte nach ihm hinter ſeinen Rindern hervor, ſtreckte den Rei⸗ ter ins Gras hin, warf dann ſein Gewehr wieder in die Ackerfurche, und lenkte dann ruhig ſeinen Pfiug weiter fort, ohne durch irgend ein Zeichen ſich als den Moͤrder zu verrathen. So eben wollte er jezt ein drittes Opfer erlegen, als der Sohn Ber⸗ trands, welcher flinker als ich war, auf ihn losſprang und ſich auf die Zehen ſtellte, um ihm den Todesſtoß zu geben. Es war Leonardo. Ich ſprach mit ihm voll Unwillen über ſeine kalte Grauſamkeit.„Ich verſtehe euch nicht,“ antwortete er,„ich fuͤhre den Krieg hier bei meinem Pfluge!“ und mit dieſen Worten fuhr er in ſeiner Arbeit fort. In die⸗ ſem Augenblick erreichte uns der Vortrab des fran⸗ zoͤſiſchen Heeres, und der Alcalde wuͤrde fuͤr ſeine Mordthaten den verdienten Lohn empfangen haben,


