ich heute zum erſtenmal den Kirchthurm meines Hei⸗ matdorfes, naͤmlich den Adler des Regiments, aus den Augen verloren.“ Bei dieſen Worten eilte die Gitana auf den franzoſiſchen Soldatenſohn los, und häckte ein Meſſer uͤber ſeinem Haupte, und Paquita, die dem Beiſpiel ihrer Mutter folgend, ein Buͤndel angezuͤndetes Stroh in der Hand hatte, verſuchte den Torniſter des Tambours in Brand zu ſtecken. Er wuͤrde niedergemetzelt worden ſein, wenn ich nicht noch zu rechter Zeit hervorgeſprungen waͤre, um die toͤdtlichen Streiche von ihm abzuwenden, Nur mit Muͤhe zog ich das Soldatenkind mit mir fort, das mit ſeinem Säaͤbel dieſen moͤrderiſchen Em⸗⸗ pfang beſtrafen wollte; und die Gitana, durch mei⸗ ne ploͤtzliche Erſcheinung uͤberraſcht und durch den Anblick meines Ordenskleides mit Ehrfurcht erfullt, blieb unbeweglich am Eingange ſtehen, ohne daß ſie Zeit hatte, meine Geſichtszuͤge zu erkennen.
Der kleine Tambour erzaͤhlte mir, daß ſeine Mutter am Fuße der Pyrenaͤen geboren und auf dem Schlachtfelde von Eilau beim Austheilen des Brann⸗ teweins den Heldentod geſtorben ſei. Sein Vater war Bertrand. Ich war ſehr froh, den Sohn des wackern Serſchanten gerettet zu haben; denn er war es, der am 2. Mai das Leben der Marikiſin ge⸗ ſchont hatte.
Ich wollte wieder auf die große Heerſtraße von Bribiezca zu kommen ſuchen, als auf einer benach⸗ barten Anhoͤhe ein franzoͤſiſcher Lanzenreiter erſchien, ſtill hielt, und ſich umſah, ob etwa im Thale Feinde
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