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Kaſtilianer von Boöcio, ihr werdet ſtolz ſein auf meine Romanze.“ Der Engel der Finſterniß ſuchte Chriſti Eigen⸗ thum an ſich zu reißen; doch die Seele der Jung⸗ frau war ſtaͤrker als er. Der Engel der Finſterniß ſchlug ihrem Koͤrper eine todtliche Wunde, das Blut entquoll in gewaltigen Stroͤmen ihrer erſchoͤpften Bruſt. Da erſchien ihr die Mutter Gottes und ſprach zu ihr: Gehe hin an die Orte, welche von der Quelle des heiligen Vincent benetzt werden!“ Die Tochter des Sultans gehorchte, und dieſe welke Blume erhielt ſogleich wieder friſches Leben und ſtrahlte von den lebhafteſten Farben. Hochſeliger Vincent, gedenke, daß ich deinen Ruhm ſang.“ »Umſonſt gerieth der Fuͤrſt der Unglaͤubigen in Verzweiflung daruͤber, daß er die Stuͤtze ſeines Al⸗ ters verloren; Caſilda verſchmaͤhte die Bitten des gottloſen Greiſes und die Annehmlichkeiten des Va⸗ terhauſes. Eure glucklichen Vorfahren ſahen ſie an dieſen Ufern leben und ſterben, wofern das naͤmlich ſterben heißt, wenn man den Aufenthalt der Thraͤ⸗ nen mit der Wohnung der ewigen Freuden ver⸗ tauſcht. Gluͤcklicher als wir, ſingt ſie jezt im Chor der Engel das Lob ihres Gottes.“ Caſilda! Unzaͤhlige Wunder haben deine Macht bewieſen; du haſt viele Söhne getroͤſtet, ja noch mehr, du haſt viele Gattinnen und Muͤtter getröſtet. Wenn du heute ein ganzes Volk, das dich anfleht, unerhoͤrt ließeſt, ſo wuͤrden die Haͤnde deſſelben hinfort nicht mehr Weihrauch auf deinen Altaͤren


