Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

269

—

Lobgeſang nun empor. Moͤgen andere die Groͤße der Menſchen beſingen; ich ſinge die Groͤße Gottes.“⸗ »Vaſallen des katholiſchen Koͤnigs, hoͤret meine Romanze. Der Donner der Schlachten ſchuͤchtert nicht meinen Geſang ein. Das Gemuͤth der Frau⸗ en iſt eine Laute, die drei Saiten hat: eine fuͤr Gott, die andere fuͤr den Ruhm, die dritte fuͤr die Liebe⸗ Vaſallen des katholiſchen Koͤnigs, hoͤret ineine Ro⸗ manze.“ 2181 hin Das Vaterland der Helden iſt zugleich auch das Vaterland der Auserwählten des Himmels. Unſere Koͤnigreiche haben die heiligen Hallen Gottes bevoͤlkert, uͤberall erglaͤnzen Mirakel, und dieſe Flu⸗ ten, deren Gemurmel mich aufrichtet und ermuthigt, haben eine heilſame Wunderkraft empfangen. Spa⸗ nier, laßt eure Stimme in meine Accorde erſchallen, moͤchten meine Worte ſo ruͤhrend ſein wie ein Gebet;z meine Romanze iſt eine Hymne der Liebe.“ Bewohner des himmliſchen Jeruſalems, Vin⸗ cent und Caſilda, ihr, die ihr dieſen Seen euere Na⸗ men verliehen, ihr, die ihr ihnen ihre Heilkraft gegeben, ſehet, wie das ganze Heer unter Thraͤnen euern Ufern ſich nahet. Wenn die Kunſt der Men⸗ ſchen nicht mehr das Blut in der zerſprengten Ader zuruͤckzuhalten vermag, ſo vermag wenigſtens eure Flut den Blutſtrom zu hemmen. Das ganze Kriegs⸗ heer bringt unter Thraͤnen einen ſterbenden Helden zu dieſen Quellen des Lebens. Der Held verdient euere Hilfe und meinen Geſang: er ſtreitet fuͤr ſei⸗ nen Gott!“