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viel Seelenadel, Holdſeligkeit und Liebe wohn⸗ ten.
Ich fand endlich den Weg nach der Einſiedelei wieder auf. Fray Pablo erkannte mich anfangs nicht. Er kam mir vor wie ein Mann, deſſen Geiſt ſchlummerte, obwohl ſein Auge ſtarr und offen vor ſich hin blickte. Endlich ſagte er zu mir in einem dumpfen Tone:*Wie habt ihr es denn gemacht, um dem Unwetter zu entgehen?“—*Ich nahm meine Zuflucht hier oben in einen benachbarten Mei⸗ erhof, in das Haus des jungen Spaniers.“— »Ein Spanier, hier oben! Was ſagt ihr da?“ Und mit dieſen Worten ſtand der Einſiedler auf, und richtete ſein funkelndes Auge feſt auf mich. Ein Spanier auf dieſen einſamen Hoͤhen?“ fuhr er dann weiter fort;“vermuthlich iſt es einer von jenen Ungluͤcklichen, welche gegen ihr Vaterland die Waf⸗ fen ergriffen und den heiligen Geund und Boden ih⸗ rer Vorfahren mit Blut bedeckt haben. O ſagt mir, iſt der Mann, von dem ihr da ſprecht, einer von jenen großen Verbrechern?“—»Ich weiß es nicht; ſein Leben iſt mir ein undurchdringliches Geheimniß geblieben.“—»Ach, da er ſich ver⸗ birgt, ſo iſt er gewiß ein Afranceſado*); ſonſt wuͤrde er ſtolz auf ſich ſein, und euch ſeine Kaͤmpfe und Aufopferungen aufgezaͤhlt haben; er wuͤrde euch erzaͤhlt haben, wie ſeine Ernten zerſtoͤrt, ſein Haus
Afranceſados d. h. Franzöſirte, iſt ein Beiname, weſcher den Joſephinos voder Anhänzern des Königs Joſeph ge⸗ geben wurde. 122


