Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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oder mit entehrenden Verbrechen vertragen koͤnne, und ich klagte im Stillen die Verleumdung an, die ſeinen guten Ruf befleckt hatte, als auf einmal meine Blicke auf ſeine Hand fielen. Der Aufſchlag ſeines baskiſchen Kamiſols verbarg die traurigen Merkmale, die ihr eingedruͤckt waren, nur zur Haͤlfte. Ich er⸗ kannte die Spuren unwuͤrdiger Feſſeln, und die gluͤ⸗ hende Roͤthe, die mein Geſicht uͤberzog, ſpiegelte ſich auf der Stirn meines Wirthes wieder ab.

In die Unterhaltung mit der fremden Frau ver⸗ tieft, hatte ich nicht einmal bemerkt, daß der Regen aufgehoͤrt hatte. Ich ſtand jezt auf, um meinen Weg fortzuſetzen. Doch ſo eben wurde der Tiſch fuͤr das Fruͤhmahl angerichtet; die Unbekannte hatte fuͤr mich mit gedeckt, und fuͤgte zu ihrer Einladung noch die ſpaniſche Hoͤflichkeitsformel:»Unſer Haus ſteht euch zu Befehl!*Nein, erwiederte drauf der Kaſtilianer, der bisher noch kein Wort mit mir geſprochen hatte,*der Herr da kann ſich unmoͤglich an die Tafel eines Galeerenfluͤchtlings ſetzen. Ein bitteres Laͤcheln begleitete dieſe Worte, und ich ſah, wie aus den Augen der Spanierin auf die Wangen des Kindes eine Thraͤne herabfiel, die ſie vergebens zu verbergen ſuchte. In dieſem engen und gluͤcklichen Kreiſe, deſſen Harmonie die Gegen⸗ wart eines Fremden zu ſtoͤren ſchien, wuͤrde mein laͤngeres Verweilen nur laͤſtig geweſen ſein; ich rich⸗ tete es daher ſo ein, daß mein Scheiden nicht beleidigen konnte, und verließ dieſe geheimnißvolle Strohhuͤtte, wo mitten in der Duͤrftigkeit ſo