Teil eines Werkes 
Dritter Band (1825)
Entstehung
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und der endlos vor mir hingebreiteten Flaͤche der Landes*) verloren. Nach allen Richtungen hin ſchwebten Gewoͤlke um die ſchroffen Bergſpitzen, und ſchienen aus denſelben, wie Rauchwolken aus den Kratern der Vulkane, emporzuſteigen. Auf einmal ſpannte ſich ein duͤſtrer Schleier uͤber meinem Haupte aus. Dieſe dunkeln Wolkenmaſſen, die durch den Sturm von einem Ende des Horizontes bis zum an⸗ dern gejagt wurden, glichen einem Heere, welches flieht, und in ſeinem Laufe ſich bald aus einander faltet, bald wieder ſich zuſammenzieht, bald wieder auf den Feind ſtoͤßt und nach allen Seiten hin Ent⸗ ſetzen und ein moͤrderiſches Feuer verbreitet. Der Adler, ein wuͤrdiger Zeuge dieſer großen Naturſcene, ſchwebte uͤber das Thal hin; und waͤhrend ich ihn ſo in der Runde um ſich ſelber uͤber dem Abgrunde kreiſen ſah, war es mir zweifelhaft, ob er an der allgemeinen Bewegung der Natur theilnaͤhme, oder ob er blos da ſchwebte, um uͤber die Erſchuͤtterung des ganzen Firmaments ſeinen Beifall zu bezeigen. Sehr bald indeß ließ er ſich auf der jaͤhſten Spitze des Atzulai nieder; hier ſchien dieſer Koͤnig der Voͤgel wie in den Zeiten der alten Fabel gleichſam den himmliſchen Blitzſtrahl in ſeinen Klauen zu hal⸗ ten, und ihn ſelber auf die Welt herabzuſchleudern. Ich begreife nun, warum Rom den Adler zu ſeinem

*) Die Landes ſind bekanntlich Steppen, die ſich von Bour⸗ deaur nach Bayonne und längs der Seeküſte bis Bearn und Bigorre über 30 Lieues in der Länge und 16 bis 20 Lieues in der Breite hin erſtrecken.