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gen ihrer verletzten Liebe an, einer Liebe, welche das erſte Beduͤrfniß ihres Lebens geworden ſei. Ihr Schmerz wuͤrde mich in Verlegenheit geſetzt haben, wenn nicht das Andenken an ihre gebrachten Opfer und an meine Liebe ſich zwiſchen mich und ſie geſtellt haͤtte.—„Matea,“ ſagte ich ihr mit einem Ge⸗ fuͤhl, wovon ſie ſelber geruͤhrt zu werden ſchien,„ich verſpreche euch, alles anzuwenden, um eure Verir⸗ rungen zu vergeſſen; aber laßt uns auf immer einer Verbindung entſagen, die euch ſo ſtrafbar machen konnte. Gehet in euch, und begreifet endlich, daß ſolche Vergehungen eine ewige Scheidewand zwiſchèn uns ſtellen.“— Sie ſchwieg, und ich fuhr nach einer Weile weiter fort:„Theilt mir jenes ſeltſame Geheimniß mit, worauf ihr einen ſo hohen Werth zu legen ſcheinet. Gebt meiner Dankbarkeit Anlaß, von neuem zu erwachen, und uͤberlaſſet es meinem Ge⸗ wiſſen, von nun an uͤber meinen Arm und uͤber mei⸗ nen Degen zu gebieten.“
Sie antwortete mir hierauf mit Blicken voll Wuth, mit einem Geſchrei der Verzweiflung. Alle mogliche Verwuͤnſchungen, die nur irgend der beleidigte Stolz einer Frau ſich erlauben kann, draͤngten ſich nach ein⸗ ander aus dem Munde der Graͤfin.—„Geh,“ ſagte ſie mir zulezt,„du wirſt meine Liebe bald los werdenz allein ehe du meinen Haß los wirſt, ehe ſoll dein ganzes Herzensblut dahinſtrsmen. Warum ſäumſt du noch, nach Madrid zu gehen, wo in die⸗ ſem Augenblick deine Armee vielleicht ſchon handgemein geworden iſt. Geh; bei meiner Abreiſe waren alle


