Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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295 Indeß ich will gern ſchweigen, wenn Sie mir auf meine Fragen zu antworten geruhen wollen. Ma⸗ tea ſchien daruber ſehr erfreut zu ſein. Die Gitana fuhr nun mit triumphirender Miene fort:Nun gut, werden Euer Excellenz wohl die Gnade haben, mir zu ſagen, wer den Dolchſtich bezahlt hat, den Fortunato der Markiſin von C**? beibringen ſollte, wer den armen Ramon aufs Blutgeruͤſt brachte, und dabei fortwaͤhrend der Donna Ines verſprach, ihn zu ret⸗ ten, wer ferner, um ein wichtiges Geheimniß auf im⸗ mer zu tilgen, der Inquiſition den alten Don Luis angezeigt hat, und ſich jezt luͤgenhafter Weiſe ruͤhmt, ihm die Freiheit wiedergegeben zu haben? Herr Oberſt, ihr verdankt alles dem erlauchten Don Iſidro. Dieſe Frau da iſt nichts als Eiferſucht, Stolz und Bosheit.

Auf einmal ließ ſich von fern der Ruf einer Sack⸗ pfeife hoͤren. Die Gitana warf jezt den Korb, worin ihr neugebornes Kind ruhte, hinter ſich, warf auf ihre Feindin einen grimmigen Blick, und ohne ſich erſt Zeit zu nehmen, die Bruſt wieder zu verhuͤllen, die ihr Kind fahren gelaſſen hatte, ſprengte die Amazone mit verhaͤngtem Zuͤgel hinter der Quadrilla drein.

Matea ſuchte anfangs die Anklagen ihrer unver⸗ oͤhnlichen Feindin fur bloße Lugen auszugeben; allein ihre Leidenſchaften waren zu gebieteriſch, zu feurig, als daß ſie haͤtte die Kunſt verſtehen ſollen, die Wahr⸗ heit lange Zeit zu verhehlen. Endlich fiel ſie auf die Kniee nieder, geſtand mir alle ihre Vergehungen ein, und gab als Entſchuldigung die gluͤhenden Eingebun⸗