Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

292

Elends uͤberdruͤßig; es wird mit Freuden eine Regie⸗ rung, die alles wieder gut macht, und eine freie Ver⸗ faſſung ergreifen.Ich, Matea, bin der Hoffnung, daß es dieſe Schande nicht auf ſich laden wird, ich hoffe ſogar, daß es eine Freiheit nicht moͤ⸗ gen wird, die ihm an der Spitze franzoͤſiſcher Bajon⸗ nette dargeboten werden koͤnnte, ja ich hoffe, daß es niemals diejenigen als Verbeſſerer des Staates zulaſ⸗ ſen wird, die damit anfangen, es auf das ſchmach⸗ vollſte zu beleidigen. Und welche groͤßere Schmach gaͤbe es wohl, als die iſt, daß man unſere Fuͤrſten, unſere Oberhaͤupter, die von unſeren Vorfahren Er⸗ waͤhlten, aus unſerer Mitte reißt, daß man uͤber die Schickſale eines großen Volkes, welches die beiden Erdhälften einnimmt, nach Belieben ſchaltet, ohne erſt auf ſeine Stimme und Meinung hoͤren zu wollen? Man verachtet die Betruͤgereien eines Bettlers, die Schmaͤhworte einer Frau, aber man emport ſich gegen die Schmaͤhungen, gegen die Betruͤgereien eines Ta⸗ merlan. Mein Kopf wird ſich freilich am Ende viel⸗ leicht vor der Ueberwältigung aller Rechte meines Va⸗ terlandes beugen muͤſſen, allein dann muß er doch zuvor vom Beil des Scharfrichters abgehauen werden. Recht ſchoͤn, ſpielet alſo die Rolle eines Don Quixote des Despotismus, der Vorurtheile, der In⸗ quiſition, der Folter. Ich ſage euch indeß voraus, ihr werdet der einzige bleiben. Spanien hat weder Geld noch Waffen; die wenigen Truppen, welche Godoy organiſirt hatte, ſtehen dreihundert Stunden Weges von hier in den Reihen des franzoſiſchen Heeres.