Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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hoffe, daß der Grund, der mich zu euch fuͤhrt, euch meinen Beſuch etwas ertraͤglich machen wird. Ich komme, um euch eine Neuigkeit zu melden, die euch ſehr erfreuen wird. Eure Eltern ſind frei. Sie ſind frei? riefich aus;ach, ihr hattet wohl Recht, zu glauben, daß dieſe Nachricht mich mit Freude erfullen wuͤrde. Haben ſie waͤhrend ihrer langen Gefangenſchaft viel ausgeſtanden? Sind ihre Koͤrperkraͤfte nicht fuͤr immer zerſtoͤrt? Aber, fuhr ich fort,wie hat ſich denn ihr Gefäͤngniß ge⸗ oͤffnet? wer hat denn ihre Befreiung bewirkt? Ich, mein Alonſo, ich, deren einziger Gedanke nur darin beſteht, deine Wuͤnſche zu errathen, um ſie ſo⸗ gleich zu erfullen.Und welches Mittel habt ihr angewendet, um ihre Feſſeln zu loͤſen? Die einzigen, die es heutzutage noch giebt, um unſer langes Ungluͤck wieder gut zu machen. Ich bat den Großherzog, ſich ins Mittel zu legen, und er ergriff mit Eifer die Gelegenheit, um wie er ſich ſelbſt ausdruͤckte dem juͤngſten und geachtet⸗ ſten Offizier unſerer Armee einen Beweis ſeiner Ach⸗ tung zu geben. Das Inquiſitionsgericht, das ge⸗ gen Don Ferdinands Bitten taub geweſen iſt, war es nicht gegen die Wuͤnſche Joachim's.

Ich ſchwieg. Es ſchien mir entſetzlich, daß ich die Befreiung meiner Eltern bedauern, daß ich ſie dem Urheber des allgemeinen Ungluͤcks verdanken mußte. Ich ſchwieg alſo ſtill.

Alonſo, fuhr die Graͤfin weiter fort,warum willſt du mich denn gar nicht mehr anſehen? warum

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