Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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Stellvertreters von Napoleon, und die Waͤrme, wo⸗ mit ſie deſſen Sache fuͤhrte, beſtätigte meine Furcht. Es war gewiß nicht das Intereſſe Don Ferdinands, wofuͤr ſie eingenommen war, und doch war eben dieſes Intereſſe von dem der Monarchie unzertrennlich.

Sie weinte bei meinem Abſchiede, und zwar in Gegenwart ihres Vaters.„Was iſts weiter?“ ſagte ſie, als ſie die Verlegenheit bemerkte, worein mich ihre Sprache verſetzte;, was iſts weiter? meine Liebe zu dir macht einen Theil meines Daſeins aus. Ver⸗ gebens wuͤnſchte ich, ſie in das Innerſte meines Her⸗ zens verſchließen zu koͤnnen. Die Welt ſoll es wiſſen, wie ſehr ich dich liebe! Du wirſt mir den Tod verur⸗ ſachen, und die Welt wird dann deine Undankbarkeit fuͤr immer brandmarken.“

Ich küurzte dieſe peinlichen Augenblicke ſo viel als moͤglich ab, und entfernte mich von Madrid. Von dieſem Tage an warf ſich die Graͤfin ohne Ruͤckhalt in die Geſellſchaftskreiſe Jvachims. Ihr beleidigter Stolz fand an dieſem halb franzoſiſchen Hofe Huldigungen und Genugthuungen.

Eine unbeſchreibliche Beklommenheit hatte ſich meiner Seele bemaͤchtigt. Waͤhrend ich uͤber die To⸗ ledobruͤcke fuhr, ſah ich fortwaͤhrend nach der Segovi⸗ ſchen Brucke hinuͤber, und dachte, daß jezt vielleicht meine Schweſter, ſo wie ich, uͤber den Manzanares fuhre. Ich war im Begriff, augenblicklich wieder umzudrehen, indeß bald lächelte ich wieder uͤber mein aberglaͤubiſches Vertrauen zu jenen geheimen Herzens⸗ regungen, die ich fuͤr Ahnungen hielt, und ſetzte