Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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tes, das in ſeinen Adern fließt, hält es mein Eſtevan mit den Juden, er verleugnet ſeinen Heiland, er iſt Freimaurer, Philoſoph, Republikaner, Janſeniſt, ja Atheiſt! ungluͤcklicher, ich habe meine beiden Kin⸗ der, eines nach dem andern, verloren!“

Dieſe Ausrufungen offneten endlich dem Studen⸗ ten die Augen; er konnte jezt nicht laͤnger in dem Frem⸗ den ſeinen Vater verkennen. Er warf ſich nun zu den Fußen deſſen, den er ſo eben betruͤbt hatte, bat ihn um Verzeihung, und wollte ſein Haupt an dem väterlichen Buſen verbergen. Don Diego hatte indeß ſeinen Roſenkranz ergriffen, und hielt dieſen zwiſchen ſich und ſeinen Eſtevan, um ſich vpr dem Zauber der Hoͤlle zu verwahren. Zu großerer Sicherheit ſtieg er wieder in die Caleſine ein, ſein Sohn dagegen ſetzte ſich wieder auf ſeine Roſſinante, und ſo gieng denn die Reiſe weiter fort nach Madrid.

Don Domingo bemuͤhte ſich vergebens, den erbit⸗ terten Don Diego zu beſaͤnftigen. Dieſer Edle blieb taub gegen alle Vorſtellungen ſeines Reiſegefaͤhrten, und als ſie am Thore von Toledo abſtiegen, bot erſte⸗ rer, der ſein elendes Thier immerfort gezwungen hatte, dicht hinter der ſchnellrollenden Caleſine her zu traben, umſonſt alles auf, um ſeinen Vater zu erwei⸗ chen.„Nenne mich nicht länger mit dieſem Namen,“ erwiederte der Hidalgo,„ich mag nichts mehr von dir wiſſen, und moͤchte ich dich in dieſer Welt eben ſo wenig je wiederſehen, als ich in der andern Welt vor einem Zuſammentreffen mit dir ſicher ſein werde!“