Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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Eſtevan neigte ſich vor dieſem Ausſpruche, trock⸗ nete ſich eine Thraͤne aus ſeinem Auge, wendete ſich dann zu Domingo, und ſagte zu dieſem ganz kalt: „Es iſt doch recht traurig, daß man fuͤr das Gluͤck des Menſchengeſchlechts nicht anders wirken kann, als dadurch, daß man das Gluͤck eines Menſchen zerſtoͤrt. Indeß der Ruhm laͤßt ſich ſeine Gunſt theuer bezahlen, und die ganze Welt iſt wohl noch ſchmerzlicherer Auf⸗ opferungen werth, als die waren, die ein Kodrus, ein Decius, ein Mucius fuͤr ihr eng beſchraͤnktes Va⸗ terland darbrachten.“

Don Domingo, der fuͤr den uͤberſpannten jungen Studenten einige Theilnahme empfand, diente ihm als Fuͤhrer durch die Straßen der Hauptſtadt. Mit vieler Muͤhe erreichten ſie die Fontana de Oro. Die Einwohner Madrids uͤberließen ſich ihren rauſchenden Luſtbarkeiten; der Palaſt Don Manuel's wurde der Pluͤnderung preisgegeben; die Meublen des verab⸗ ſcheuten Guͤnſtlings, die Ordensbaͤnder, die er um die Bruſt getragen, die goldgeſtickten Kleider,„mit denen er geſchmuͤckt geweſen, ſeine Buͤcher, ſein Wap⸗ pen, kurz alles wurde auf dem oͤffentlichen Platze ver⸗ brannt. Rings um den Scheiterhaufen tanzten, in Gegenwart eines ungeheuern Zuſammenlaufs von Menſchen, Soldaten, Moͤnche, die alte Elvire, Fray Aparicio, ſeine Ehehaͤlfte, und alle Bettler von Ma⸗ drid. Antonio, der in aller Eile mit ſeiner Maul⸗ eſelin zum Beſitzer der Caleſine hingefahren war, um dann ſchnell an der allgemeinen Luſtigkeit noch Antheil nehmen zu koͤnnen, kam jezt und brachte noch die Uhr