wie es faſt immer zu gehen pflegt, eine Menge von unruhigen Koͤpfen ihr Spiel, welche die Hauptſtadt und den Palaſt mit ihren geheimen Raͤnken erfuͤllen. Da ſie um jeden Preis es durchſetzen wollen, daß der Triumph der gerechten Sache als ihr Werk erſcheine, ſo ſuchen ſie aus einem ungluͤcklichen Prinzen einen rebelliſchen Unterthan und einen vatermoͤrderiſchen Sohn zu machen, um dadurch vielleicht den unver⸗ meidlichen Sturz des ſtrafbaren Urhebers der oͤffent⸗ lichen Schande und des allgemeinen Elends dereinſt zu beſchleunigen. Don Manuel muß, trotz allen ſeinen Verſuchen, bei dem Kaiſer wieder in Gnade zu kom⸗ men, und ungeachtet der laͤcherlichen Auslegung, die er ſeinem Manifeſte jezt giebt, dennoch den furchtba⸗ ren Schutz verloren haben, durch welchen allein er ſtark war; er hat von Don Ferdinand noch nicht Ver⸗ zeihung fur ſeine Verbrechen erlangen koͤnnen, und der Titel Koͤnigliche Hoheit, den er ſo eben angenommen, um gleichſam die Voͤlker auf eine neue widerrechtliche Beſitznahme vorzubereiten, dieſer Titel, den noch nie ein ſpaniſcher Unterthan gefuͤhrt, den ſeine konig⸗ liche Lebensgefaͤhrtin, die zu weit vom Throne ent⸗ fernt war, nicht durch ihre Geburt, ſondern erſt durch ihre unwuͤrdige Verbindung erhalten hat, dieſer Ti⸗ tel, der den Haß aller aufreizt, giebt hinlaͤngliche Buͤrgſchaft, daß die Monarchie ſehr bald geraͤcht wer⸗ den muß.“
Die Markiſin hielt hier inne. Mit ſtummem Staunen betrachtete ich die Schoͤnheit ihrer Geſichts⸗ zuͤge, die durch das Gefuͤhl des oͤffentlichen Ungluͤcks


