Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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was fuͤr ein Komplott eine Koͤnigin, welche unbe⸗ ſchraͤnkte Herrin des ganzen Reiches iſt, und der Guͤnſtling, der Tyrann, dem ſie ſich ergeben hat, gegenſeitig anzetteln, um einander den Beſitz der hoch⸗ ſten Gewalt aus den Händen zu winden. Dabei ſind indeß dennoch alle beide darin einverſtanden, den alten Monarchen zu verrathen und zu berauben, und alle drei treffen einmuͤthig Anſtalten, das königliche Ge⸗ bluͤt von der Thronfolge auszuſchließen. England und Frankreich liefern ſich in der Nation, ſo wie im Innern des Palaſtes taͤgliche Gefechte, indem ſie ihre entgegengeſetzten Fahnen dem jedesmaligen Beduͤrfniß anpaſſen. Eine atheiſtiſche und republikaniſche Fac— tion, die ihre Entſtehung eben ſo ſehr den religioſen Scandalen, als dem Elend der Monarchie verdankt, freut ſich uͤber die oͤffentlichen Unfaͤlle, von denen ſie ihre Kraft entlehnt. Endlich— da eine ſchlechte Staatsverwaltung alles verſchlechtert, ſogar ihre Gegner— die Freunde Don Ferdinands kehren ge⸗ gen Godoy ſeine eigenen unedeln Waffen, und dieſe Parthei hat ſich fuͤr Thron und Altar erklaͤrt, ſie hat die Wuͤnſche aller ſpaniſchen Herzen fuͤr ſich, und an ihrer Spitze ſteht der Herzog von Infantado, einer unſerer ausgezeichnetſten Großen und zugleich einer unſerer beſten Buͤrger. Der ungluͤckliche Prinz hat zu ſeinem vertrauten Rathgeber ſeinen ehemaligen Leh⸗ rer, den Kanonikus Escoiquiz, der ebenfalls ein bra⸗ ver Mann iſt, obwohl ſeine Politik minder freiſinnig und minder entſchieden iſt, als die des edeln Herzogs. Indeß neben dieſen geachteten Perſonen treibt auch noch, Hb 4