ruͤhmt... Wie ſtolz wird die Markiſin auf euch ſein! Am Hofe wie in der Hauptſtadt wird man ſich um eure Eroberung ſtreiten.“ Sie erblaßte, nahm dann, um ihre Verwirrung zu verbergen, das Kind, welches ich zu Salamanca gerettet, in ihre Arme und ſagte:„Meine arme Aldouza wird gar viele Neben⸗ buhlerinnen haben.“
Ich mußte indeß meine Reiſe fortſetzen. Domingo wollte, daß ſeine Tochter, welche im Begriff war, nach Madrid zuruͤckzureiſen, mit mir zugleich dahin abgehen ſollte.„Ich kann ſie nicht begleiten,“ ſagte er zu mir;„nach fuͤnf und vierzigjaͤhrigen erfolgreichen Anſtrengungen hat mir der Despotismus ſo eben alle Frucht derſelben wieder entriſſen; die Beraubung der Bank hat mich auf immer zu Grunde gerichtet; ich muß daher jezt hierbleiben, um meine Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Thuet daher jezt fuͤr meine Tochter das, was ich einſt fuͤr eure Schweſter that;z ich werde beruhigt ſein, wenn ich weiß, daß Matea die veroͤdeten Provinzen unſeres Landes unter dem Schutz eures Degens durchreiſet.“ Die Graͤfin wi⸗ derſetzte ſich anfangs dem Wunſche ihres Vaters; ich konnte mir die Miſchung von Furcht und Ruͤhrung, die ſich in ihren Blicken ſpiegelte, nicht erklaͤren. Doch Domingo war in ſeinen Wuͤnſchen ſtets unbeugſam; und ſo trug uns denn ein und derſelbe Wagen fern von den Kuͤſten dieſes Oceans hinweg, der uns ſo lange getrennt hatte.
Matea durchreiſte, ſo wie ich, die ſchoͤnſten Land⸗ ſchaften, die es unter dem Himmel Spaniens nur


