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halten ſollte, mich zu heirathen. In ſeiner Gefan⸗ genſchaft vergaß er, vermuthlich durch ihre Eingebung, die Hoffnungen, die er mir gemacht hatte. Indeß als Schweſter Alonſo's, der meine Aldouza gerettet, als Tochter des Don Luis, deſſen zutrauliche Freund⸗ ſchaft mir ſeine liebſten Geheimniſſe offenbarte, ſchien ſie mir es zu verdienen, daß ich einige annaͤhernde Schritte ihr entgegen thäte, und ich meinte, ſie muͤſſe dieſelben erwiedern. Doch das volle Licht der Hof⸗ gunſt hatte das junge Maͤdchen geblendet, das ſo ploͤtzlich aus ihrem laͤndlichen Aufenthalt in die Pracht unſerer Palaͤſte verſetzt worden war. Sie wagte es, mich von ſich zuruͤckzuweiſen, und ſeitdem widmet Jaime ohn Unterlaß und unverholen ihr die Huldigun⸗ gen, die er bis dahin mir allein dargebracht hatte, und— als muͤßte ich ſie uͤberall zur Nebenbuhlerin haben— auch Alonſo hat eine Art, ſie zu lieben, die mich verletzen wuͤrde, wenn ich mir die Rechte uͤber ſein Herz anmaßen wollte, die er mir unaufhoͤrlich anbietet. Ich haͤtte mich an ihr raͤchen und ihr in den Augen dieſer eiteln Welt, worin wir leben, einen Flecken anhaͤngen koͤnnen; euer Vater ſelber hat mir die Mittel und Wege dazu an die Hand gegeben... — Matea's Blicke fielen bei dieſen Worten auf einen Brief, den der letzte Kourier aus Amerika ihr mitge⸗ bracht hatte, und ſie ſchwieg ſofort ſtill.
Die glaͤnzende Stellung der jungen Markiſin und ihre langen Weigerungen, an den Anſchlaͤgen der Par⸗ thei Don Ferdinands Antheil zu nehmen, ſtellten ſich in den Augen der Graͤfin ſo dar, als waͤre ſie ganz an


