Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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27 Ich verſuchte es, ſie zu einem Beſuch der Donna Ma⸗ tea zu bewegen, welche verlaſſen ſchmachtete; doch meine Bitten blieben ohne Erfolg.—„Seit meinem Aufenthalt zu Madrid,“ erwiederte ſie,„habe ich gegen alle mir theuern Perſonen kaͤmpfen muͤſſen, um mich des zudringlichen Eifers und der Vertraulichkeiten der Graͤfin erwehren zu koͤnnen. Alonſo hegt Geſin⸗ nungen gegen ſie, die nicht, wie die deinigen, ſich in den Schranken der bloßen Bewunderung halten. Ich achte ſeine Begeiſterung, eine Begeiſterung, die er meiner geſchwiſterlichen Liebe nur durch unwillkuͤhrliche Aeußerungen verraͤth; ich darf nicht darauf hinarbei⸗ ten, ſeine Ideale zu zerſtoͤren,— doch es giebt Blendwerke, die mich als Frau nicht zu taͤuſchen ver⸗ moͤgen, und ich ſchenke meine Zuneigung nur dann, wenn ich verſichert bin, auch meine Achtung ſchenken zu können.“

Die Aeußerungen meiner Schweſter entſchuldigten in meinen Augen einigermaßen den Unwillen, den ihre ſtolz herabſetzende Verachtung und vielleicht auch ihr Triumph der Graͤfin eingeflößt hatte.„Es iſt doch ſeltſam,“ ſagte die leztere einſt zu mir,„daß Donna Maria de las Anguſtias mich mit ihrer Feindſchaft ver⸗ folgt, waͤhrend Don Luis, Alonſo, und alle die ihri⸗ gen mir mit der zärtlichſten Ergebenheit zugethan ſind. Ach, ich wußte es wohl, daß nicht ein und daſſelbe Blut in euern Adern und in den ihrigen floß...... Die edle Gadetanerin hielt einen Augenblick inne und fuhr dann fort:„Sie erſchien am Hofe in dem Au⸗ genblick, wo Jaime von der Koͤnigin den Befehl er⸗