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Bei der Nachricht von den Unterhandlungen, die der Friedensfurſt deshalb einzuleiten ſuchte, trafen ſeine thaͤtigſten Gegner bei uns ein. Man fuͤrchtete, Don Ferdinand, der jezt allein da ſtand und jener Unterſtuͤtzung beraubt war, welche Antonia's feurige Energie ſtets ſeinen Entſchluſſen verliehen hatte, werde zulezt darein willigen, den Haß ſeiner Mutter durch einen Vergleich der Art zu entwaffnen.
Eines Tages verfolgte ich mit meinen Augen den Fray Cayetano, der im Kloſtergarten mit Sir Geor⸗ ges mit großen Schritten auf und nieder gieng, als eine ſanfte und durchdringende Stimme mir das Herz erſchuͤtterte. Ich ſah mich um, und an der Thuͤr mei⸗ ner Zelle zeigte ſich wie eine Himmelserſcheinung eine Frau, deren Bild ſeit langer Zeit ſchon meine Seele erfuͤllt hatte. Ihr Auge war feurig, ihr Kopf voll Wuͤrde, auf ihren Lippen ſchwebte ein heitres und geiſtvolles Lächeln.—„Ehrwuͤrdiger Pater,“ ſagte ſie zu mir, indem ſie mich den Korridor entlang hinter ſich her zog,„ich kann euch von eurer ganzen Familie Nachricht geben. Euer Vater iſt der artigſte und treuſte meiner Kavaliere, und Alonſo ſchreibt mir, daß er vor Buenos Ayres angekommen ſei.“
Die Graͤfin von D*** unterhielt mich von allen denen, die meinem Herzen theuer waren. Beſonders nahm mein Bruder eine bedeutende Stelle in ihren Ge⸗ danken ein. Sie ſprach von ihm, von ſeinen Waffen⸗ thaten, von ſeinem edeln Character, von ſeinen feu⸗ rigen Briefen mit einer Lebhaftigkeit, welche mein Herz beklommen machte, als ob mir ein gluͤcklicher


