Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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raͤchen ſucht, glaubt er eine Verletzung der gottlichen Geſetze zu beſtrafen. Dieſen Durſt, gleiches mit glei⸗ chem zu vergelten, welcher den Groll einer Generation auf die andere vererbt, iſt noch immer eine ſehr geach⸗ tete Schutzwache. Alle dieſe Urſachen, welche die Religion noch verſtaͤrkt hat, indem ſie den Stolz der Großen maͤßigt und den Sohn des Bauern und des Armen jeden Tag im Beſitz der Ehrenaͤmter der Kirche darſtellt, haben in der Halbinſel eine Gleichheit der buͤrgerlichen Geſellſchaft hervorgebracht, die den Frem⸗ den in Staunen ſetzt, den äußerlich zuvor der Klang leerer Titel befremdet hatte. Dieſe Gleichheit wuͤrde eine Revolution minder blutig, aber auch minder ein⸗ muͤthig machen, als dieſſeit der Gebirge. Mehr als alle andern Misgriffe der unumſchraͤnkten Gewalt iſt es beſonders der Druck und der Hohn einer hochmuͤthi⸗ gen Rangordnung, was von Zeit zu Zeit die Woge der Volksmaſſen aus dem gewohnten Bett gewaltſam herauszutreten veranlaßt.

Unterdeß waren die Basken in ihre Wohnungen zuruͤckgekehrt. Auch der Spanier wollte ſich in das Wirthshaus zuruͤckbegeben, als ſich eine Stimme ho⸗ ren ließ, die ihn rief; dieſe Stimme war ſchwach und zitternd wie das Gemurmel des Nachtwindes. Der Mauleſeltreiber bebte vor Freude zuſammen, er wagte kaum ſeinen Ohren zu glauben, als ein abermaliger Ruf ihn uͤberzeugte, daß es nicht der bloße Wieder⸗ hall war, der den Seufzern ſeiner Liebe antwortete.

Paquita, die bisher unter dem dichten Schatten, den die Häuſer des Dorfes warfen, verborgen geblie⸗