14
ben war, wagte ſich endlich daraus hervor. Ihre Stimme verrieth eine lebhafte Gemuͤthsbewegung, ſie hatte nicht mehr jene Dreiſtigkeit, die mich in der Her⸗ berge zu Urdar ſo uͤberraſcht hatte.„Das iſt das erſtemal“, ſagte ſie zu ihm,„daß ich den franzoſi⸗ ſchen Boden betrete, und zwar bei Nacht, allein und ohne Vorwiſſen meiner Baſe!“ Der Andaluſier kußte voll Entzucken ihr die Hände.„Hoͤre einmal“ fuhr ſie dann fort,„mein Vater iſt angekommen.“— „Wie? alſo er war es, deſſen Truppen den Conſtitu⸗ tionsſtein gleich nach meiner Abreiſe wieder aufgerichtet haben?“—„Er ſelber. Ich erwarte von ſeiner Guͤte alles Mögliche. Beſchleunige daher deine Ruͤck⸗ kehr, wir wollen ihn dann beide zuſammen bitten. Er kennt und liebt dich ſchon ſeit langer Zeit, als daß er nicht zu unſerem Gluck ſeine Einwilligung geben ſollte.“ Der Mauleſeltreiber gab ſich nun voll Be⸗ geiſterung dieſer Hoffnung hin.—„Ich wußte nicht, wie ich dir einen Wink davon geben ſollte,“ fuhr die Nichte der Frau Urraca fort,„es findet zwi⸗ ſchen beiden Doͤrfern kein Verkehr ſtatt, und wenn es auch dergleichen gäbe, ſo haͤtte ich doch nie meine Zu⸗ flucht dazu nehmen können. Jezt“, fugte ſie dann hinzu, indem ſie eine zärtliche Liebkoſung von ihm abzuwehren ſuchte,„will ich in aller Eile wieder zu⸗ ruͤckgehen. Bedenke indeß, daß mein Vater uns ſchon Mittwoch Abends wieder verläßt.“—„Ich werde bereits Dienſtags zu deinen Füßen ſein, Herzens⸗ Paquita, ich gedachte mit Tagesanbruch den Atzulai zu beſteigen, wo, wie man ſagt, ein.... doch


