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werden koͤnnte. Im Gegentheil gab es eine Zeit, wo tägliche Fehden die großen Landbeſitzer beſtaͤndig von ihren Vaſallen abhaͤngig machten, die ſich beim An⸗ drange der Saracenen entweder weigern konnten, zu
den Waffen zu greifen, oder ihren Wohnort veraͤndern.
und ſich mit ihrer Perſon und ihrer Habe unter die Fahnen eines tuͤchtigeren Anfuͤhrers begeben konnten. Seit jener Zeit hat es der Politik der Koͤnige gefallen, die Großen unter das unerbittliche Joch einer gleich⸗ maͤßigen Abhaͤngigkeit zu beugen, und ſogar ſtets den Triumph des Armen uͤber den hochmuͤthigen Reichen, den Sieg des Buͤrgerlichen uͤber den adeligen Unter⸗ druͤcker zu beguͤnſtigen. Die Municipalfreiheiten, die einzigen Truͤmmer, die von den großmuͤthigen Staatseinrichtungen der alten Zeit uͤbrig geblieben ſind, haben den Landbewohner und den duͤrftigen Buͤrger der Staͤdte vor der toͤdtlichen Wirkung und den verderblichen Einfluſſen des Despotismus geſchutzt. Sieben Jahrhunderte voll innerer Siege, die ferne Regierung Karls des Erſten und Philipps des Zweiten, und mehr als alles, Spaniens Herrſchaft uͤber eine neue Welt, haben den Nationalſtolz dem perſoͤnlichen Stolz des Spaniers zur Unterſtuͤtzung beigeſellt. Jeder Spanier duͤnkt ſich Koͤnig einer halben Welt zu ſein, und nimmt ſich ſeinen Antheil von dem allgemeinen Ruhme ſeines Vaterlandes. Er iſt um ſo argwoͤhni⸗ ſcher, je untergeordneter ſein Stand iſt, er duldet keine Beleidigung, und glaubt, alles ſei ihm erlaubt gegen den, der ſich alles herausnimmt. Indem er
ſich durch eine Verletzung der menſchlichen Geſetze zu
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