Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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Orientalen, ſie macht den Tod in ihren Augen gleich⸗ gultig, die Civiliſation ſtillſtehend und das Volk ſel⸗ ber regungslos. Ein Zug von tiefer Traurigkeit, der ſich uͤber ihr ganzes Geſicht hin zieht, verraͤth den ſchmerzlichen Druck, den ſie von Kindheit an empfun⸗ den haben, zugleich giebt jenes ſo lebhafte und ſo fruͤhe Selbſtgefuͤhl dem ganzen Weſen des Spaniers ein Gepraͤge von Wuͤrde, das man in keinem anderen Lande wiederfindet. Man findet auf dem Lande nicht die baͤuriſche Tolpelhaftigkeit anderer Gegenden, noch auch in der Mehrzahl der Staͤdte jenes unreine Ge⸗ miſch von Abſchaum und Verdorbenheit, das halb dem gebildeteren, halb dem rohen Zuſtande der Menſchheit angehoͤrt, was man mit einem Worte Poͤbelhaf⸗ tigkeit zu nennen pflegt. Einige Gitanos*), einige Lazaroni's, mit einem Wort, ſolche Männer und Weiber, wie man ſie wohl in dem Schmutz der Staͤdte findet, und die ſo verworfen ſind, wie die Laſter, denen ſie dienen, ſind nicht zahlreich genug, um eine voͤllige Zunft zu bilden, und obwohl ſie ſich durch ihre Bigotterie und ihr Elend der Volksmaſſe naͤhern, ſo unterſcheiden ſie ſich doch von derſelben durch ihre Verdorbenheit, ihre Niedrigkeit und ihren Heißhunger nach Gewinn.

Dieſes Volk, bei welchem Religion und Klima ſich die Hand zu bieten ſcheinen, um es maͤßig, nuͤch⸗ tern und leicht befriedigt zu machen, hat nicht ſo viel Beduͤrfniſſe, daß ſeine Exiſtenz jemals davon abhaͤngig

*) Zigeuner.