Teil eines Werkes 
Zweiter Band (1825)
Entstehung
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als Gefangene in die Zelte der Römer gebracht worden waren, und des Abends ihre Sieger ſpazieren gehen ſahen, ſo eilten ſie ihnen nach, faßten ſie beim Arm, und wollten ſie ins Lager zuruͤckfuͤhren, in der Mei⸗ nung, ſie ſeien wahnſinnig geworden. So wenig konnten dieſe Volker begreifen, wie man ſich koͤrperlich bewegen koͤnne, außer auf dem Schlachtfelde.

Seit jener Zeit brachte die ſpaniſche Literatur, einen Seneca, Lucan und Silius Italicus an ihrer Spitze habend, eine Revolution in der wiſſenſchaftli⸗ chen Welt hervor, indem ſie den reinen und ſtrengen Geſchmack des auguſteiſchen Zeitalters verdraͤngte. Es iſt leicht abzunehmen, daß jene Dichter von Cor⸗ dova, von denen Cicero und Quintilian reden, in demſelben Geiſte dichteten, der ſechshundert Jahre ſpäͤter die Saͤnger des arabiſchen Cordova's beſeelte.

So hat denn Spanien ſeit zweitauſend Jahren gegen die Meerenge von Gibraltar proteſtirt, und zum Ruhme Afrika's endet Europa bereits an den Pyrenaͤen.

Waͤhrend dieſe Betrachtungen mich erfullten, fuhr der Andaluſier in ſeinem Geſange fort. Er wußte die Stanzen der Lieder, die er ſang, ſo gut ſeinen eige⸗ nen Liebesgefuͤhlen anzupaſſen, daß man ſie fuͤr leichte und gluͤckliche Erfindungen aus dem Stegreif gehalten haͤtte. Die Basken, die ſich um ihn herum draͤngten, ſchienen in dieſer gewichtvollen und wohllautenden Sprache, die ſie nur halb verſtanden, noch einen Reiz mehr zu finden, und aus der Ferne her antwortete ihm ein Echo, gleichſam als wollte es andeuten, daß