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Minhoa beſteht aus etwa zweihundert Häufern. Um die Stunde des Eſſens ſitzen die Einwohner vor ihren Thuͤren, und man koͤnnte ſie um ſo eher mit der Gemeinde von Lacedaͤmon vergleichen, da die Hauptſtraße, welche zugleich die einzige des Orts iſt, einen eigenen Uebungsplatz hat. Es iſt dies ein geraͤumiger Sandplatz fuͤr das Ballſpiel. In dieſem Spiele, welches eben ſo viel Kraft als Vbeigeie erfordert, zeichnen ſich die Basken aus. In dem Augenblick meiner Ankunft waren ſie mit die⸗ ſer Uebung grade beſchaͤftigt, um ihre ſonntaͤglichen Mußeſtunden angenehm auszufuͤllen, und waͤhrend ſie den bleiernen Ball in einem eiſernen Handſchuh auffiengen, waren alle Maͤdchen des Dorfes auf dem freien Platze vor dem Wirthshauſe zu anderen Ver⸗ gnugungen verſammelt.
Endlich ließ die Kirchenglocke ihren Ruß ertoͤnen. Die Spiele hoͤrten auf, ganz Ainhoa eilte in den Abendgottesdienſt, und ich folgte der Menge. Hier haben die chriſtlichen Zeremonien etwas weit ehrwuͤr⸗ digeres als in dem Pomp unſerer Stäͤdte, zugleich liegt in der Vertheilung ſo wie in der ganzen Stel⸗ lung der Anweſenden etwas weit feierlicheres. Die Maͤnner ſind von den Frauen abgeſondert, wie bei den Anhaͤngern des alten Bundes; ſie befinden ſich naͤmlich auf einer Gallerie von Eichenholz, die dop⸗ pelt über einander rings um das Schiff der Kirche herumlaͤuft und ihm zur Zierde dient. Die Frauen dagegen bleiben unten in der Kirche. Einige ver⸗ danken dem Privilegium ihres hohen Alters— das
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