Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Der König hatte ſich gefaßt.Graf Kaunitz, ſprach er würdevoll,das Bündniß

Der Graf gab es dem Könige mit ſtolzer Bereitwillig⸗ keit zurück.

Sie bekommen dafür Ihre Päſſe, glückliche Reiſe, Fürſtin! er gab Frau von Pompadour den Arm, und ſchritt, von den meiſten der Anweſenden gefolgt, dem Ausgange zu. Aber die Fürſtin hob gebietend den ſchö⸗ nen Arm.

Sie gehen nicht! rief ſie.

Der König blieb ſtehen.

Welche Sprache einem Könige gegenüber! rief Richelieu heftig.

Die Sprache der Gebieterin, ſagte die Fürſtin mit der Majeſtät einer Despotin.Noch gilt ein königliches Wort, dem Könige gebiete ich, wie Euch allen, als Bohnen⸗ königin, und ich gebiete: Bleibt!!

Der König kehrte zurück, mit ihm die ganze Ge⸗ ſellſchaft.

Ich aber verlange meine Päſſe, Sire! ſprach Kaunitz mit Humor.Ohne Bündniß, aber mit einer neuen Staatskunſt verlaſſe ich Verſailles. Das Staatskleid des Diplomaten wird der Reifrock, Liebesbriefe werden zu Kriegserklärungen und Friedensſchlüſſen.

Bündniſſe zu Intriguen, ergänzte Ludwig XV. gereizt.

Intriguen, fuhr Kaunitz mit freier Ironie fort,ja häßliche Intriguen, wo nur die Staatskunſt entſcheiden ſollte! Ein Mann, der ſein Volk vor allen anderen achtet, ſchmeichelt einem anderen Volke, bei dem die Staatsklug⸗