Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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ihn zurück.Man ſagt aber, daß die Verſe Friedrich des Großen Knyphauſen! von Knyphauſen! Du wirſt doch nicht beſſere Verſe machen wollen als Dein König?

Er erhob ſich.

Die Woronzow trat näher.Nun?

Ich ich bin fertig, ſagte er.

Fertig?

Hier find die Verſe, erwiederte Knyphauſen ſtolz und reichte ſie der Fürſtin.

So ſchnell? ſprach ſie.Sie haben eine gewandte

Feder.

Ja, recht gewandt, ſagte der Geſandte,oh, ich ich bin zum Satyriker geboren. Voltaire! Voltaire iſt gegen mich ein Elegienſchreiber, Europa ſoll vor mirzittern. Wenn die Epigramme gelungen ſind dann

Unbemerkt trat Kaunitz zwiſchen dem Vorhange hervor zu ihnen und die Fürſtin gab ihm hinter Knyphauſen's Rücken die Verſe.

Guten Abend, ſagte Kaunitz.

Knyphauſen ſchrack zuſammen.Gu guten Abend!

Sind es die Verſe Friedrich des Großen, fragte die Fürſtin leiſe.

Das werden wir gleich erfahren, ſagte Kaunitz. Meine Verehrung für Ihren großen König, ſagte er laut,ſteigt von Tag zu Tag. Er hat uns Schleſien ge⸗ nommen, dafür aber allerliebſte Verſe gegeben. Kaunitz entfaltete das Heft und ſah hinein.

Verſe? ſagte Knyphauſen erſtaunt.

Epigramme, erwiederte der Graf.

Epigramme? wiederholte Knyphauſen verblüfft.