Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Der König erhob ſich und ſchritt lebhaft durch das Zimmer.

„O! die Gelehrten ſind doch ein unnützes Volk, wozu haben wir Facultäten, wozu Academien? Das forſcht nach dem Geiſte der Geſetze, nach den Urſachen des menſchlichen Elends, da ſteckt es,“ der König ſtieß den Finger mehrmals heftig auf ſeine Naſenwurzel und ſeine Kehle,„da— da— was iſt alle Verderbniß der Geſellſchaft gegen das,— man vertreibt Proteſtanten und Juden, Mäuſe und Flöhe! Die Academie ſoll einen Preis ausſetzen auf die Vertreibung des — Schnupfens.“

III.

Die Fürſtin Woronzow wohnte jetzt in ihrem Palaſte in Paris.

Das Geheimniß war zu Ende, das weibliche Myſterium zu einer Dame von Welt geworden, welche lange ſchlief, lange Toilette machte, Beſuche empfing, mit Miniſtern, Marſchällen, Geſandten fremder Mächte zu Mittag ſpeiſte, wieder ſchlief, wieder Toilette machte, um die Promenade oder das Theater zu beſuchen, wenn nicht der Abend Philo⸗ ſophen, Poeten, Künſtler um ſie verſammelte.

Unter allen Namen, welche wie Schönheitspfläſterchen zur Mode gehörten, wurde keiner ſo oft von dem Thürſteher der ruſſiſchen Fürſtin genannt, als Guillaume Couſtou, der Bildhauer.

Er hatte ihre Gunſt ſo ſchnell erobert, daß man eben