ſchwang ſich der Mann mit der Maske auf ein erobertes Rohr und ſuchte es gegen die Beſatzung zu vertheidigen. Andere rückten mit Handſpritzen heran und vervollſtändig⸗ ten durch ihr Kleingewehrfeuer den Sieg.
Die Cavaliere flohen lachend, fluchend, ſchreiend. Die den Wall erſtiegen hatten, mußten folgen, wenn ſie nicht gefangen werden wollten.
Sie ſtürzten, von den Salven der Feuerſpritzen bis an den Abhang verfolgt, im wirren Knäul zu der Senkung herab, triefend, wie vom Fieber geſchüttelt.
Der ohne Hut, Jener ohne Degen, fanden ſie ſich zu⸗ ſammen.
„Da iſt nichts zu machen,“ ſchrie der Herzog,„ls zum Rückzuge zu blaſen.“
Die Trompete klang, Jeder ſuchte ſeinen Sattel zu ge⸗ winnen, vom Walle tönte Gelächter.
Tourville und Conti vereinigten ſich mit ihrer durch⸗ näßten Armee und von dem Lachen der Sieger weithin be⸗ gleitet, ſprengten ſie im Galopp nach Paris zurück.
Am Morgen nach dem verunglückten Sturme des ge— heimnißvollen Schloſſes erſchien der Herzog von Richelien im Vorſaale des Königs und wurde nicht vorgelaſſen.
Dies war ihm noch nie geſchehen. Beinahe heftig fragte er nach der Urſache.
Der dienſtthuende Kammerherr zuckte die Achſeln und erklärte, Se. Majeſtät ſei ſehr leidend.
Richelieu mußte ſich damit zufrieden geben.
Aber auch an den folgenden Tagen blieb ihm die Thüre des Königs verſchloſſen. Er ſchien ſich in ſein Lvos zu fügen.


