Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Hände einſetzend, hinauf. Nahe der Brüſtung zog er eine Strickleiter hervor, befeſtigte ſie an einem vorſpringenden Steine und ließ ſie herabfallen. In demſelben Augenblicke ſprang Richelieu auf und ſchwenkte den Degen. Die Ca⸗ valiere thaten daſſelbe und ſtürmten mit dem Rufe„Notre Pame!“ auf das Schloß zu. Es war der Augenblick, wo ſie erwarteten, mit einer Salve begrüßt zu werden, aber die Geſchütze des Schloſſes ſchwiegen.

Die Cavaliere erreichten den Wall, einige klommen die Strickleiter empor, andere verſuchten an den Lücken der Mauer hinauf zu gelangen. Schon tauchten die Köpfe Ri⸗ chelieu's, Chauvelin's, des Mannes mit der ſchwarzen Maske über der Brüſtung empor— da— blitzte es auf dem Schloß⸗ thurme auf— plötzlich goß ſich über den ganzen Wall grie⸗ chiſches Feuer und beleuchtete weithin die Gegend.

Vermummte füllten die Baſtion, die ſeltſamen Ge⸗ ſchütze vollten bis an die Brüſtung, ſchon ſtand Richelieu auf der Mauer und ſetzte den Fuß auf das nächſte Rohr, da traf die Stürmenden eine volle Salve.

Ein wildes Geſchrei, von Kämpfenden, Verwundeten, Sterbenden ſchien es, durchtönte die Luft.

Jetzt Tumult, Gelächter nun wieder der Aufſchrei— von Begoſſenen, Naſſen, Triefenden, Plätſchernden, Athemloſen, nicht Kugeln, dicke Strahlen eiſigen Waſſers, aus mehr als einem Dutzend rieſiger Feuerſpritzen, empfingen die Cavaliere und ſchlugen mit einer wahrhaft verheerenden Wirkung unter ſie; hier flog ein Hut, dort ein Degen. Einer ſtürzte von der Leiter und riß zwei Andere mit ſich.

Vergebens hieben Richelieu und Chauvelin mit flachen Klingen auf die Bedienung der Feuerſpritzen ein, vergebens