Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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auf dem Walle ſah er jetzt deutlich die Umriſſe menſchlicher Geſtalten und wie ſie Geſchütze aufſtellten und gegen den Abhang richteten. Am Fuße des Walles ertönte dreimal die Fanfare, dann die Kriegserklärung, aber Richelien er⸗ hielt keine Antwort und das geſpenſtiſche unheimliche Treiben auf dem Walle dauerte fort. Der Herzog kehrte zu ſeiner Schaar zurück.

Was thun? ſagte er,ſie iſt am Ende nicht im Schloſſe und ihre leibeignen Automaten klatſchen uns mit ihren Kugeln zuſammen wie Sommerfliegen!

Zu Pferde! riefen Einige,zurück nach Paris! Andere fielen ihnen in die Zügel. Im Tumulte hörte man Richelieu's Stimme:Wir fliehen nicht! Soll der Adel Frankreichs vor ein paar Geſchützröhren ausreißen! Wir ſind einmal da, jetzt vorwärts!

Siegen oder ſterben! rief Chauvelin.

Die Cavaliere brachen in ein ſchallendes Gelächter aus. Gekränkt wendete ſich der begeiſterte Lieutenant ab und wetzte ſeine Degenklinge an der Sohle ſeines Stiefels.

Nachdem der Herzog ſich umſonſt bemüht hatte, den Mann in der Maske zu entfernen, fragte er, ob die Piſtolen geladen ſeien.

Wie es befohlen war! rief Chauvelin,jeder eine ſcharf, die andere blind.

Gut! alſo vorwärts.

So weit es ging, ſchlichen die Cavaliere durch Ge⸗ ſtrüppe und Senkungen des Bodens gedeckt, die Höhe hin⸗ auf. Jetzt hielten ſie inne. Chauvelin kroch allein am Bo den vorwärts. Er erreichte den Wall und klomm leiſe, un bemerkt, wo Steine ausgebrochen waren, ſeine Füße und