Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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vorbei mit dem Abenteuer, vorbei mit der Neugierde des Königs.

In ihrem Schloſſe war kein Einlaß zu bekommen. War doch nicht einmal ein Thor da, an welchem man den⸗ ſelben begehren konnte.

Der Herzog flog durch alle Straßen, jetzt eilte er über die Promenade, jetzt in die Kirchen, in die Theater, er ritt hinaus zu dem ſeltſamen Gebäude, er ſtellte Wachen um daſſelbe auf. Alles vergebens.

Endlich entſchloß er ſich zu einem Schritte, den er ſelbſt für unvorſichtig hielt, er wendete ſich an den franzöſiſchen Secretair der Fürſtin.

Ein vertrauter Diener des Herzogs trat in den Klei⸗ dern eines Arbeiters in den Palaſt der Woronzow und be⸗ ſchied den Secretair auf eine Weiſe, welche nicht auffallen konnte, zu ſeinem Gebieter.

Der Name Richelieu wirkte wie ein Zauberſpruch. Der Secretair gelobte tiefes Schweigen und erſchien in der Däm⸗ merung des Abends in dem kleinen Gewölbe einer Moden⸗ händlerin, welche einſt mit dem Herzoge in zatten Bezie⸗ hungen geſtanden war, und wo ihn derſelbe in Verkleidung erwartete.

Zitternd nahm er auf Geheiß Richelieu's dieſem gegen⸗ über Platz.

Sie fürchten mich? ſagte der Herzog.

Jo, erwiederte er,aber ſie fürchte ich noch mehr.

Wen?

Die Ruſſin.

Werden Sie auf meine Fragen antworten?

Wie ich kann.