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bekränzten den Mäcen Crebillon's mit Lorbeern und Ro⸗ ſen. Auf der Silbertaſſe Frangois' fanden ſich täglich mit den Briefchen Gabrielens jene der Marquiſe von Pompa⸗ dour zuſammen. Täglich legte der Secretair mit den De⸗ peſchen einen Bericht von Amadeus auf den Tiſch des Grafen.
Kaunitz hatte ſeine Fäden nach allen Richtungen gezo⸗ gen und wieder untereinander geknüpft; jetzt ſaß er mitten darin und wartete des Erfolges.
Während man ſeine Pulsſchläge zählte, berechnete er lächelnd die Zinſen ſeiner Krankheit in Verſailles und
Heute fand ihn der Secretair beſonders vergnügt bei ſeinen Blumen.
„Neuigkeiten?“ rief er ihm entgegen,„große Neuigkei⸗ ten, es iſt Zeit, daß ich geſund werde, Binder, was mei⸗ nen Sie?“
„Excellenz ſind nie im Zweifel darüber, was an der Zeit iſt.“
„Alſo ich ſoll wirklich geſund werden?“
„Gewiß.“
„Sie ſehen alſo nicht ein, daß ich gut gethan habe, krank zu werden?“
„Verzeihen, Excellenz—“
„Hören Sie, Binder,“ unterbrach ihn der Graf,„die Entfernung iſt die beſte Probe aller Gefühle. Ich habe einige Gefühle zu prüfen gehabt in Paris und Verſailles, da war es mit einem Schlage zu erreichen.“
„Und haben dieſe Gefühle die Probe beſtanden?“ fragte
der Secretair.


