Teil eines Werkes 
2. Buch (1873) Die Epigramme Friedrich des Großen / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Es war ein düſteres Bild, der Geſandtſchaftspalaſt mit ſeinen verhängten Fenſtern, aber die Kehrſeite war um ſo heiterer.

Ein langer Balkon lief längſt dem mittleren Theil des Gebäudes gegen den Hof zu.

Ein Dach auf ſchlanken Säulen ſchützte die üppige Ve⸗ getation, welche aus weißen, mit antiken Gebilden ge⸗ ſchmückten Thongeſchirren ſich um Wand und vergoldete Pfeiler ſchlang, um dichte grüne Gitter zu bilden und in Guirlanden wieder von der Decke herabzufallen. Dickes, ſammtweiches Moos war über den ſteinernen Boden gebrei⸗ tet. Warme Sonnenſtrahlen ſpielten auf Blumen und Blü⸗ then und füllten die Galerie mit leichtem Duft.

Hier machte der kranke Botſchafter Maria Thereſia's ſeine Promenade im weiten, faltigen Sammtkleide mit dem leichten Shwale, hier begoß er aus ſilberner Kanne ſeine Blu⸗ men. Heiteres Behagen lag auf ſeinem ganzen Weſen. Er ſummte eine italieniſche Arie und ſchlug die muthwilligſten Triller, während am Portal, wie jeden Morgen, betreßte Diener mit bedenklichen Mienen nach ſeinem Befinden fragten.

Kaunitz war fröhlich wie ein Kind, das mit ſich ſelbſt und der ganzen Welt zufrieden iſt.

Er hatte auch Urſache dazu.

Ein großes Stück ernſter Arbeit war auf die luſtigſte Weiſe et.

Der Name Kaunitz war zu einer Loſung der Freude, zum Ewos für Paris und Voltaire war in Potsdam.

Das literariſche Kaffeehaus, die geiſtreichen Salons