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Es war die fröhliche Jahreszeit, wo das muntere Volk der Dörfer in uralten Spielen den Kampf des graubärtigen Winters mit dem jungen Frühlinge darſtellt.
Die Geſellſchaft ſchlürfte mit gleich vollen Zügen die letzten Freuden des Salons und die erſten Düfte der Knos⸗ penzeit, und doch waren zwei ihrer vornehmſten Helden wie Gegner nach beendetem Duelle von ihrem Kampfplatze ab⸗ getreten. Voltaire hatte mit ſeiner Nichte, Madame Denis, Paris in der ſchwerfälligſten Reiſekutſche verlaſſen, um dem königlichen Freunde in Potsdam ſein Antlitz zu zeigen, und Kaunitz war— krank.
Man war geneigt, ihn für den eingebildeten Kranken zu nehmen, aber es war Thatſache, daß das Haus der öſter⸗ reichiſchen Geſandtſchaft Wochen lang, Jedem der Athem holen mußte, um ſein Daſein zu friſten, verſchloſſen war, und wenn Geiſter dort aus- und eingingen, ſo waren es verſchwiegene Geiſter. Es war Thatſache, daß dichte grüne Vorhänge ſämmtliche Fenſter verhüllten, daß täglich zwei Mal der Wagen des königlichen Leibarztes Quesnay vorfuhr, und daß der Apotheker des Grafen ſich durch deſſen Medikamen⸗ tenrechnung in gute Laune zu verſetzen pflegte.
Sacher⸗Maſoch, Kaunitz. II. 1
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