Teil eines Werkes 
1. Buch (1873) Kaunitz und Voltaire / von Sacher-Masoch
Entstehung
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Andere hatte die Hacke geholt, und ſtemmte ſie in die Thüre. Beide ſtießen mit aller Kraft, es tönte wie ein Schmerzens⸗ laut durch die Luft, die Flügel ſprangen auseinander.

Kaunitz nahm dem Diener das Licht aus der Hand und leuchtete in das Zimmer, dann trat er an das Bett. Da lag Crebillon auf dem Rücken, bleich, mit geſchloſſenen Au⸗ gen, geöffneten Lippen, in ſeinem Arme den blinden Kater.

Iſt er todt? fragte Kaunitz entſetzt und beugte ſich über ihn. Er athmete er ſchlief. Auf dem Tiſche lag eine Handſchrift, es war Catilina.

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Bernis erſchien in höchſter Aufregung bei dem Gra⸗ fen Kaunitz, welcher eben im Auf- und Abgehen ſeinem Se⸗ cretair Depeſchen diktirte.

Sie ſind verſtört, ſprach der Graf,was iſt ge⸗ ſchehen, ſind Sie in Ungnade gefallen bei der reizenden Marquiſe?

Ich bin außer mir, entgegnete Bernis und warf ſich in einen Stuhl,Catilina iſt verboten.

Verboten? ſagte Kaunitz kalt.Was iſt Catilina?

Das Stück von Crebillon, rief Bernis,er hat es bei dem königlichen Theater eingereicht, die Schauſpieler haben es mit Entzücken geleſen und zur Aufführung ange⸗ nommen, aber das Miniſterium hat dieſelbe unterſagt. Ca⸗ tilina iſt verboten!

Das Stück wird eben ſtaatsgefährlich ſein, ſagte Kaunitz.