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„Sie können glauben,“ ſagte Bernis in komiſcher Verzweiflung,„Ihr Verdacht iſt wirklich beleidigend.“
„Das Stück iſt ſchlecht, da iſt nichts zu ſagen,“ be⸗ merkte der Leibarzt.„Und Bernis iſt der Verfaſſer,“ wiederholte Kaunitz
„Nein!“ rief der Abbé.„Ja,“ der Leibarzt.„Nein! nein!“ der Abbé,„es iſt ein Scherz des Grafen.“
„Wenn es ein Scherz iſt, dann nennen Sie es einen Scherz der Stadt Paris, der literariſchen Kreiſe, des Hofes.“
„Man ſagt, daß das Luſtſpiel, welches geſtern durch⸗ fiel
„Von Ihnen iſt,“ fiel Kaunitz ein.
„Das ſagt man?“
„Man ſagt es nicht; aber Voltaire ſagt es,“ ſprach Kaunitz ruhig,„und morgen iſt es eine Thatſache.“
„Aber ich habe es nicht geſchrieben,“ rief Bernis ver⸗ zweifelt.
„Es iſt dennoch eine Thatſache, denn Voltaire ſagt es.“
„Ich werde eine Erklärung abgeben,“ rief Bernis.
„Die Niemand glaubt,“ entgegnete Kaunitz.
„Ich werde gegen Voltaire eine Brochure ſchreiben.“
„Die Niemand lieſt,“ ſagte Kaunitz.„Sie müſſen das anders machen, lieber Abbé, das Luſtſpiel iſt einmal da, und Sie gelten als der Verfaſſer.“
„Ich bin ein Opfer der Bosheit Voltaire's.“
„Angenommen, es iſt alſo ein gut geführter Streich, er trifft. Sie haben alle Urſache, ihn zu erwiedern.“ „Wie?“ fragte Bernis.
„Ueberlaſſen Sie das Quesnay,“ erwiederte Kaunitz,


