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die Lampe an, warf ſich über ſein Papier und ſchrieb. Er ſeufzte, er lachte, er weinte, er ſchrieb und ſchrieb Nacht und Tag, und Nacht.
Ein neues Luſtſpiel war im königlichen Theater auf⸗ geführt worden. Das Publikum hatte ſtürmiſche Zeichen des Mißfallens gegeben, der König nach dem erſten Akte die Loge verlaſſen. Das literariſche Kaffeehaus war mit Neugierigen gefüllt, welche ein Urtheil von den Lippen Voltaire's oder Diderot's zu hören, den Namen des Ver⸗ faſſers zu erfahren hofften. Er war am Schluſſe der Vor⸗ ſtellung nicht genannt worden. Dies machte das ſchlechte Stück zum Tagesgeſpräche aller Kreiſe. Mit Kaunitz ſaßen Quesnay, Bernis, Couſtou an dem bekannten kleinen Tiſche.
„Sie kennen den Verfaſſer,“ riefen ſie durcheinander. Lächelnd zog der öſterreichiſche Geſandte mit dem naſſen Kaffeelöffel ſeltſame Figuren auf die Steinplatte, und ſagte ruhig:„Ich kenne ihn.“
„Er kennt ihn, nennen Sie ihn,“ ertönte es wieder.
„Ich kenne ihn,“ ſagte Kaunitz,„ich bin es nicht, aber er iſt unter uns.“
„Unter uns,“ ſprach Couſtou. Aller Augen richteten ſich auf Bernis. Der lachte auf.
„Sie werden doch nicht denken, daß ich—“ ſagte er, nicht ohne freiem Bewußtſein.
„Doch,“ entgegnete Kaunitz. Quesnay drohte dem Abbé mit dem Finger.


