„Das iſt es eben.“
„Werden nicht mehr gezahlt. Die Holländer ſind gute Leute. Wir haben ihre Güte mißbraucht, und werden für die Zukunft unſere Feſtungen allein vertheidigen müſſen,“ ſeufzte Kaunitz.
„Allein,“ ſagte Albemarle ſtarr.
„Ja wohl, die fünfhunderttauſend Patacons werden nicht mehr gezahlt, Excellenz.“
„Aber der Barriörentractat, meine Regierung wird erſtaunt ſein, irritirt!“
„Bedauere—“
„Meine Regierung hofft, daß Excellenz Ihren Einfluß in Wien aufbieten werden—“
„Damit die Seemächte des von ihnen ſo oft betonten großen Opfers, welches ihnen der Tractat auferlegt, ent⸗ bunden werden? Allerdings Excellenz, Sie können Ihrem
Kiniſter mittheilen, daß ich dies gethan habe, und eben deshalb werden die—“
„Fünfhunderttauſend Patacons—“ ſagte Albemarle.
„Nicht mehr gezahlt, nie und nimmermehr.— Biſt Du fertig?“ Beide Diener eilten mit Spiegeln herbei, damit der Graf ſeine Friſur von allen Seiten kritiſiren könne.
„Sie pudern ſich nicht?“ fragte der Lord erſtaunt.
„Ich thue es auf etwas eigenthümliche Art,“ erwiderte Kaunitz,„damit das Haar gleichmäßig angeſtäubt wird.“ Er führte den Lord in ein Nebenzimmer, das nur die Be⸗ ſtimmung hatte, das Toupet des Grafen zu vollenden. Vier⸗ undzwanzig Diener, jeder einen großen chineſiſchen Fächer in der Hand, traten ein, ſie ſtellten ſich je zwei gegenüber, und bildeten ſo eine Gaſſe durch das ganze Zimmer.


