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oder minder Leute, die nur zuſammen gelten, einer aber überragt ſie alle“—
„Sie meinen Voltaire?“ unterbrach ihn der Graf.
„Er iſt der größte Feind Oeſterreichs.“
„Das wohl nicht,“ warf der Graf mit einer abweh⸗ renden Bewegung der rechten Hand ein.
„Aber ein entſchiedener Parteigänger Friedrich's!“
„Das allerdings, und Ihre Neuigkeit? wiſſen Sie, wie ihm beizukommen wäre?“
Binder verneinte.
„Alſo nichts!“
„Doch,“ erklärte der Secretair,„hier hält ihn vor allem die Marquiſe von Pompadour, aber er iſt im Begriffe, Paris zu verlaſſen.“
Erſtaunt ſah Kaunitz vom Boden auf.
„Er iſt in Unterhandlung mit dem Könige von Preu⸗ ßen. Er verläßt Paris, um nach Potsdam zu gehen.“
„Das wäre etwas, das wäre viel, Voltaire unterhält einen lebhaften Briefwechſel, aber Briefe ſind Dokumente, er wird vorſichtig ſein, er kennt die Baſtille, er wird uns von Potsdam aus nicht halb ſo viel entgegenſetzen können, als hier, wo ſeine böſe Zunge keine Zügel kennt.— Und Sie erfuhren dies?“
„Durch ſeine Nichte Madame Denis“—
„Die kleine häßliche Kokette?“
„Dieſelbe,“ erzählte der Secretair,„ich darf wohl nicht zu ſehr in der Bewunderung der Literatur hinter Excellenz zurückbleiben. Seit mehreren Wochen habe ich es mir zur Aufgabe geſetzt, Madame Denis ſo oft ich ihr begegne, an⸗


