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nahm. Mit einem kleinen Löffel nahm er aus einer der Büchſen gemahlenen Kaffee und ſchüttete denſelben auf die eine Schale, während der Graf die Wage emporhielt und der Secretair die andere Schale mit der vorgeſchriebenen Zahl kleiner Gewichte verſah. Nachdem der Kaffee gewogen war, geſchah daſſelbe mit dem Zucker.
„So lebe ich,“ ſagte der Graf zu dem Secretair,„nur die ſtrengſte Ordnung kann die widerſtrebenden Elemente meines Leibes zuſammenhalten. Wenn ich es auch nicht zu lange machen kann, ſo will ich mich doch mit dem“— das Wort„Tod“ über die Zunge zu bringen, war ihm unmöglich—„mit dem Teufel tüchtig um meine Seele bal⸗ gen. Es iſt gut!“
Der Kammerdiener verſchwand mit den wohlgewoge⸗ nen Beſtandtheilen des Frühſtücks, daſſelbe zu bereiten.
„Jetzt die Neuigkeiten!“ wendete ſich Kaunitz zu dem Secretair.
„Die wichtigſten“—
„Haben Sie erfahren, wer jener Unverſchämte iſt, wel⸗ cher mich ſeit Wochen Tag für Tag, Schritt für Schritt verfolgt?“
„Noch nicht, Excellenz, doch hab' ich der Polizei die
Anzeige gemacht“—
„Und die Perſonbeſchreibung beigefügt?“
„Genau und umſtändlich, es iſt ein kleiner feiſter Mann mit dicker wulſtiger Naſe“—
„Und ſo weiter,“ ſagte Kaunitz,„portraitiren Sie ihn mir nicht ſo genau, der Menſch macht mich ohnehin krank. Wo ich aus dem Wagen ſteige, ſteht er an meinem Schlage, und lacht mir in's Geſicht; wo ich gehe, geht auch er, wenn


