mit dem Frieden in der Taſche, dieß iſt der einzige, der letzte Wille des Königs!«“
„Und weshalb?“
„Weshalb? ſie fürchtet den Krieg, denn er hat ihre Vorgängerin geſtürzt.“
„Dieß wußte Kaunitz?“
„Oh! er wußte mehr von den Inſtructionen unſeres Bevollmächtigten als ich ſelbſt. Nun brauchte er nichts weiter als Zeit und Zähigkeit. Er hatte Beides im Ueber⸗ fluſſe dieſer Heſterreicher, und wir gar nicht; denn die Mar⸗ quiſe braucht mehr Zeit, eine ihrer Locken über das Holz zu ziehen als ein Miniſterium zu entlaſſen. Er iſt nicht harm⸗ los, der Graf, er kann nicht harmlos ſein, aber wer ergrün⸗ det ihn?“
„Ich,“ rief Gabriele lachend.
„Du!“ ſagte Machault ſtarr.
„Warum nicht?“ fragte die Kleine.
„In der That,“ fuhr der Miniſter, plötzlich erheitert, fort,„wir haben es jetzt kaum nöthig, über die engliſchen Verhältniſſe ſo genau unterrichtet zu ſein. Wenn Du dem Lord den Abſchied gibſt— erſchießen wird er ſich nicht. Wenn Du dieſen Heſterreicher zu Deinem Sklaven machſt, kleine Gabriele, Du retteſt Frankreich, gibſt mir meine Ruhe wieder, mein Lachen, meinen Appetit, meine Nächte.“
„Behüte,“ fiel Zephyrine in's Wort.„Mein Gemahl! Sie vergeſſen, was Sie dem jungen Mädchen und ſeinem Rufe ſchuldig ſind. Wenn dieß der Weg iſt, Kaunitz zu ent⸗ räthſeln, wenn dieß Ihnen wieder die Ruhe gibt, mein Gemahl—“ ſie ſtand auf, ein heroiſcher Entſchluß ſprach ſich auf ihrem Geſichte aus,—„ſo will ich—“


