Teil eines Werkes 
1. Buch (1873) Kaunitz und Voltaire / von Sacher-Masoch
Entstehung
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der Ahnen, die feinen Köpfe der Diplomaten ſeiner Fami⸗ lie, und faßte ungeduldig nach dem ſeinen.

Mein Gemahl, ſagte Zephyrine,Sie geben ſich ſelbſt Räthſel auf, ich finde, daß der Graf Kaunitz ein liebens⸗ würdiger Sonderling iſt, und nichts weiter.

Liebenswürdig? ſagte der Miniſter, und ſeine Augen bekamen etwas von dem Feuer des Albigenſer. Er war nämlich kein Ehemann nach der Mode, ſondern zärtlich, verliebt, eiferſüchtig wie irgend ein Held in Calderon's Comödien.

Wenn er wirklich nach Paris gekommen iſt, um ſich und Anderen Vergnügen zu machen

Das wäre! eiferte Machault,mir macht er wahr⸗ lich viel Vergnügen!

Wenn ihm der Poſten eines Botſchafters nur das Mittel iſt, ſeine geiſtreichen Paſſionen zu befriedigen.

Wirklich, entgegnete der Miniſter,ſo hat er unter Anderem auf dem Congreſſe zu Aachen die Paſſion gehabt, alle Bevollmächtigten bei der Naſe zu führen.

Jetzt beginne ich, die Naſe des Lord Albemarle zu verſtehen, warf Gabriele hin.

Kaunitz iſt nicht harmlos, kann nicht harmlos ſein, betheuerte Machault mit Feuer,dieſer Congreß! wie habe ich die Inſtructionen bis in das Kleinſte ausgearbeitet, aber die Marquiſe

Die Pompadour? fragte Gabriele.

Ihre Inſtruction für unſern Bevollmächtigten lautete kurz und bündig:»Machen Sie es, ſo gut Sie können, mein Herr, aber kommen Sie uns ja nicht anders zurück, als