Teil eines Werkes 
2. Band (1876) Novellen
Entstehung
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hörte ſeine eigenen Worte von geſtern aus dem Munde der Monarchin und erkannte ihre Stimme.

Majeſtät, ſtotterte er,ich Sie wie konnte ich denken

Nun, er hat mir recht böſe Dinge geſagt, unter⸗ brach ihn die Monarchin lächelnd,aber es ſei Ihm verziehen, erſtens weil ich gerne die Wahrheit höre, und dann, weil er mich gar ſo ſchön findet.

Planta wurde über und über roth wie ein ver⸗ ſchämtes Mädchen.

Aber es hilft Ihm nichts, fuhr Maria Thereſia fort,Er muß jetzt die Deckermann heirathen, will Er?

Oh! ich bin der glücklichſte Menſch, rief Planta. Maria Thereſia klingelte, Ihr vertrauter Kammer⸗

diener Gebler führte auf dieſes Zeichen, wie ſie es be⸗ fohlen hatte, die Jungfer Deckermann herein. Die Kaiſerin ging auf ſie zu und betrachtete ſie mit ſicht⸗ barem Wohlgefallen, plötzlich aber verfinſterte ſich ihre Stirne.

Wie kommt Sie zu dem Pelz, Mamſell, ſagte ſie,der iſt ja ein wahres Prachtſtück, hat Sie ſich den mit Ihrem Sticken verdient?

Zu dienen, Majeſtät, erwiderte Lina uner⸗ ſchrocken,ich habe ſehr viel für die Pompili gearbeitet