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„Erlauben Sie mir ſofort—“ begann der Kaiſer, aber ein kräftiges Pochen unterbrach ihn.
„Wer iſt da?“ fragte Lina, welche ſchnell zur Thüre geeilt war und den Riegel vorgeſchoben hatte, denn ſie war jetzt nicht mehr im Zweifel darüber, daß die männliche Stimme im Boudoir der Fürſtin die des Kaiſers geweſen war und die Zuſammenkunft bei ihr keine zufällige ſei.
„Ich bin es, liebe Mademoiſelle“, gab die volle, melodiſche Stimme der italieniſchen Primadonna zur Antwort,„mach' Sie doch gleich auf, ein Mann ver⸗ folgt mich, er iſt ſchon auf der Treppe.“
„Augenblicklich“, erwiderte Lina.
„Man darf uns hier nicht treffen“, flüſterte die Auerſperg,„ſchicke Sie doch die Perſon fort.“
„Das kann ich nicht“, entgegnete Lina,„aber ich will Sie verſtecken.“
„Wo aber?“ fragte der Kaiſer, ſichtlich aufgeregt.
„Hier“, Lina theilte die Bettgardine.
Die Auerſperg flüchtete ſich raſch hinter dieſelbe, während der Kaiſer ohne viel zu fragen ihr folgte.
„So“, Lina öffnete, Diana trat von Kaunitz be⸗ gleitet raſch herein, winkte ihr die Thür zu ſchließen und warf zugleich ihre Hüllen ab.„Sie muß ſchnell


